In der Woche vor den Sommerferien (vom 28. – 30.06.) hat am RWB ein besonderes Projekt stattgefunden: Fünf hoch motivierte und schauspielbegeisterte Schülerinnen und Schüler haben einen Ausschnitt des absurden Theaterstücks „Endspiel“ von Samuel Beckett (1956) in deutscher Gebärdensprache interpretiert.

Das Drama handelt von dem Zusammenleben der Figuren Hamm, Clov, Nagg und Nell, die nach einer großen Katastrophe gemeinsam in einem leeren Raum auf ihr Ende warten. Die äußere Welt ist weitestgehend zerstört und selbst alltägliche Dinge wie Särge, Pralinen und Elektrizität sind nicht mehr vorhanden.

In dem Projekt haben sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kreativ mit dem Monolog von Hamm auseinandergesetzt – einem blinden und herrischen Mann, der im Rollstuhl sitzt und auf seinen Diener Clov angewiesen ist. Hamm verachtet nicht nur seinen Diener, sondern auch seine Eltern, Nagg und Nell. In seinem Monolog erzählt er, gegen den Willen der anderen, die Geschichte eines Bettlers und seines Kindes.

Die Schülerinnen und Schüler teilten sich den Textausschnitt zunächst auf und übersetzten ihn anschließend in zwei Gruppen. Dabei wurde schnell klar, dass es viele verschiedene Möglichkeiten dafür gibt: Während die eine Gruppe eher eine poetische Interpretation in DGS vornahm, übersetzte die andere Gruppe näher am Text.

Das Ganze wurde von Kai Fobbe, einem Video-Künstler aus Wuppertal, in Form eines Kurzfilms aufgenommen. Dieser wird schon bald nicht nur auf unserer Homepage zu sehen sein. Auch an den Fassaden des Theaters Krefeld (ab September) und Mönchengladbach (voraussichtlich ab Januar) wird der Film gezeigt.

Unsere Fotoaufnahmen geben schon jetzt einen kleinen Vorgeschmack und zeigen: Das kreative Arbeiten mit Text und Film war für alle Beteiligten spannend! 

(Verfasserinnen des Originaltexts: Eileen Leber, Pamela Domnofski, Judtih Wulf, Pinar Yildirim)