„Privjet!“,
das ist Russisch und heißt auf Deutsch „Hallo!“
Ganz einfach, denkt Ihr – ist es aber nicht!

Eigentlich müsste ich es nämlich in kyrillischen Buchstaben schreiben, die ich auf meiner Tastatur gar nicht habe. In Russland waren wir natürlich überall von kyrillischer Schrift umgeben: Das machte die Bestellung in einem Restaurant zum Abenteuer und das Zurechtfinden im öffentlichen Verkehr zu einer schwierigen Aufgabe.

Unserem Besuch von Nischnij Nowgorod ging ein zweitägiger Aufenthalt in Moskau voraus. Hier haben wir in kurzer Zeit Orte gesehen und erlebt, die wir bis dahin nur aus den Medien kannten: Roter Platz mit Basilius-Kathedrale, Lenin-Mausoleum, Kremlmauer und Kaufhaus Gum, zahlreiche beeindruckende Metro-Stationen, Gorki-Park, Tretjakow-Park und die Ufer der Moskwa.

Mit dem Nachtzug fuhren wir von Moskau nach Nischnij Nowgorod. An unserem Zielort wurden die Schülerinnen und Schüler der Klassen KN 1-1 und KN 1-2 und die Begleiter Dr. Peter Holl, Inga Bauer und ich von Studentinnen der dortigen Universität begleitet, die ein Dolmetscher-Studium für deutsche Sprache absolvieren. Diese Gruppe von Studentinnen im Alter von 19 Jahren stellte auch das Programm zusammen, das unseren Aufenthalt sehr abwechslungsreich machte:

  • Stadtführung mit Kreml-Besichtigung, Spaziergang über die Wolga-Promenade

  • Fahrt ins 60 km entfernte Gorodets mit historischen Holzhäusern

  • Ausflug aufs Land mit Besuch eines Bauernhofes

  • Bootsfahrt auf der Wolga

  • Gondelfahrt über die Wolga in den Nachbarort Bor

  • Besuch des Literaturmuseums

  • Führung durch die Universität

Parallel zu diesem Programm wurde ein Kunstprojekt durchgeführt, das die Geschichte und Architektur der alten Holzhäuser in Nischnij Nowgorod zum Gegenstand hatte. Schon im Vorfeld hatten sich die Schülerinnen und Schüler am RWB mit diesem Thema auseinander gesetzt. Nun aber ging es um die konkrete Begegnung vor Ort mit Skizzieren und mit der Gestaltung von Fassaden-Elementen. In der Universität wurde uns ein Raum für eine Ausstellung zur Verfügung gestellt, die mit einer feierlichen Vernissage eröffnet wurde. Dozenten und Studenten der Universität waren unsere Gäste. Ein Katalog zu diesem Projekt ist unter dem folgenden Link einsehbar:

Katalog der Ausstellung

Unser Aufenthalt wurde durch die Begegnung mit der Gruppe der Studentinnen und durch die Arbeit an dem Kunstprojekt zu einem „Russland-Erleben“, das weit über eine touristische Reise hinaus ging.

(Verfasserin des Originaltexts: Margrit Reiner)