Eine ganz außergewöhnliche Textilfabrik führte die Klasse 8B271 (Textil) in die süddeutsche Stadt Augsburg: „Manomama“ ist der Name der Firma. Die Gründerin der Firma, Sina Trinkwalder, hat ein besonderes Firmenkonzept entwickelt: Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren früher einmal Langzeitarbeitslose. Sina Trinkwalder hat sie angeworben und für die Produktion ihrer Mode ausgebildet. Außerdem verarbeitet sie nur Rohstoffe aus nachhaltiger und biologischer Herstellung.

Aber nicht nur aktuell ist Augsburg ein „Hingucker“ für die Mode-Branche. Das textile Handwerk und die Textilindustrie spielen in der Geschichte der Stadt eine große Rolle. Hans Fugger, der im späten Mittelalter als erster der reichen Kaufmannsfamilie nach Augsburg kam, gehörte der Weber-Zunft an. Er handelte mit Leintuch aus Italien. Heute ist der Name „Fugger“ fest mit Augsburg verbunden. Die Familie war erfolgreich im Bergbau und in vielen anderen Bereichen von Produktion und Handel. Sie hatte großen Einfluss auf das Leben der Augsburger.

Im Textilmuseum – kurz TIM genannt – konnte die Reisegruppe die lange textile Tradition der Stadt nachvollziehen.

Schließlich darf ein Besuch bei der berühmten „Augsburger Puppenkiste“ nicht fehlen, wenn man nach Augsburg kommt. In dem gleichnamigen Museum sind von Jim Knopf bis Urmeli alle Marionetten zu sehen, die in den letzten 70 Jahren große und kleine Zuschauer begeistert haben.

Das Programm der Studienfahrt war gefüllt mit Orten der Mode, Kultur und Geschichte. Trotzdem gab es auch Stunden der Geselligkeit, die die Studienfahrt zu einer stimmungsvollen Abschlussfahrt machte.

(Verfasser/in des Originaltexts: Margrit Reiner)