Die Vollzeitklassen der Abteilung Metall/Elektro/IT hatten sich wunderschönes Wetter für ihre Exkursion zum LWL-Industriemuseum Henrichshütte in Hattingen ausgesucht. Wo 1964 noch über 10000 Menschen in Staub und Lärm arbeiteten und Güterzüge über die Gleise ratterten, empfängt die Besucher heute ein Museum mitten in einer wunderschönen, ruhigen Landschaft. Martin Dülme, der während seines Ruhestandes als Lehrer am RWB und ehrenamtlich im LWL-Industriemuseum arbeitet, begrüßte die Schüler und Kollegen schon vor den Toren des Museums, erzählte von seiner Ausbildungszeit in den 60-er Jahren des letzten Jahrhunderts und dem Strukturwandel, der seitdem nicht nur die Henrichshütte in Hattingen veränderte.

Echte Metaller fühlen sich nur wohl, wenn die Hände schmutzig sind, die Luft staubig ist und wenn es nach Öl und Schweiß riecht. Und deshalb hatten die Schüler auch die Möglichkeit, unter Anleitung erfahrener Industriemeister eine eigene Figur aus Aluminium zu gießen. Dazu mussten sie zunächst eine Gußform mit Formsand füllen und so präparieren, dass im 2. Teil der Veranstaltung der Hohlraum mit flüssigem Aluminium ausgegossen werden konnte.

Dass die Schüler von der anstrengenden Arbeit ordentlich Hunger bekommen würden, hatte Martin Dülme zum Glück vorausgesehen und für die Mittagspause den Grill angeheizt. Die leckeren Würstchen und Schnitzel bewiesen eindeutig: Wer einen Hochofen beschicken kann, der kann auch einen Grill bedienen!

Einigen Schülern war am Ende der Veranstaltung wohl klar, dass sie eher nicht zu den „echten Metallern“ zählen werden, aber stolz auf ihre gegossenen Figuren waren am Ende doch alle.

(Verfasser des Originaltexts: Christoph Hatwig)