Am 8. November fand in Bonn eine Veranstaltung der Nationalen Agentur mit dem Titel „ Erasmus+ öffnet Türen – Auslandsaufenthalte inklusiv / EU-geförderte Auslandsaufenthalte für Menschen mit Behinderung“ statt.

Im Rahmen einer Podiumsdiskussion mit dem Titel „Ein ganzes Stück größer werden“ wurden Projektträger und Teilnehmer an Auslandsaufenthalten zu ihren Erfahrungen interviewt. Hier berichtete die Erasmus+-Koordinatorin Frau Birghan über das gemeinsame Erasmus+ – Projekt des Robert-Schmidt-Berufskollegs und des RWB.

Ramon Beumers (RWB-Schüler) absolvierte nach dem Fachabitur eine Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann. Während seiner Ausbildung hat er ein 5-wöchiges Auslandspraktikum in Cork/Irland gemacht. Nach erfolgreicher Abschlussprüfung ist er mit seiner Partnerin ein halbes Jahr lang durch Australien und Neuseeland gereist (work & travel), anschließend noch 4 Monate durch Asien. Jetzt hat Ramon ein Studium „soziale Arbeit“ begonnen.

„Ich hatte in Englisch eine 5“, so begann Ramons Bericht über die Wirkung des Auslandspraktikums. „Ich bin wirklich ein ganzes Stück größer geworden“, sagte Ramon, der viel selbstbewusster und mit mehr Selbstvertrauen aus Irland zurückkam.

„Dann hatte ich den Mut, meine Komfortzone zu verlassen und allein ins Ausland zu gehen. Es war schwer, die eigene Behinderung zu akzeptieren, denn wenn ich mit der englischen Sprache nicht weiterkam, musste ich auf Gebärden zurückgreifen und meine Behinderung offen legen. Ich bin stolz darauf, meine Peer-group verlassen zu haben und habe „Leben gelernt“, sagte Ramon im Interview.

Information zum Auslandspraktikum für Auszubildende: birghan@rwb-essen.de

(Verfasserin des Originaltexts: Barbara Birghan)