Am Samstag, 12. November 2016 ging der dritte Deaf Slam-Wettbewerb mit beachtenswerten Beiträgen im Jugendzentrum EMO über die Bühne. RWB und EMO hatten die Veranstaltung wie in den Jahren zuvor gemeinsam vorbereitet und durchgeführt.

Rafael Grombelka leistete als gehörloser Workhop-Leiter ganze Arbeit und konnte die meist jugendlichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Auftritt auf der Bühne motivieren. Eine Teilnehmerin kam sogar aus Heidelberg angereist.

Dann war es soweit: Unser Moderatorenpaar Simone und Christian führten das zahlreich erschienene Publikum humorvoll in den Ablauf des Abends ein.

Zunächst betrat ein hörender „Gast-Slammer“ die Bühne: Jay trug in rasantem Tempo einen Text vor, der dank der guten Vorbereitung der Dolmetscherinnen ebenso schnell in DGS übertragen wurde.

Anschließend zeigten die Poeten des Wettbewerbs ihre Stücke. Es waren überwiegend nachdenkliche und poetische Beiträge auf hohem Niveau. Die meisten Stimmen erhielten Linda mit ihrem Stück „Bitch“ – eine Aufforderung, zu sich selbst zu stehen – egal, was die Umgebung meint – und Nikita mit „Beginnende Winterzeit“ – ein sehr ausdrucksstarkes und poetisch gebärdetes Stück über den Verlust des Schnees aufgrund der Klimaerwärmung.

In der Endausscheidung gewann Nikita verdient den ersten Preis und konnte eine schöne Hand-Skulptur und einen Gutschein in Empfang nehmen. Linda erhielt für ihre Darbietung den zweiten Preis. Den dritten Platz belegte der Vorjahressieger Maximilian mit seinem Stück „Ich schweige“.

Viele Besucherinnen und Besucher lobten die lockere, angenehme Atmosphäre im Jugendzentrum. Neun junge Zuschauerinnen und Zuschauer meldeten sich schon für den Workshop im nächsten Jahr. Die vierte Runde ist also eingeläutet!

(Verfasserinnen des Originaltextes: Helga Ulbricht und Christine Pfeiffer)