Wir (die Fachklassen der Bäcker, Konditoren und Köche ) besuchten am 16. November 2016 die Zuckerfabrik Pfeifer und Langen in Euskirchen im schönen Rheinland. Nach einer langen Fahrt kamen wir doch noch pünktlich zum Besichtigungstermin um 14 Uhr in Euskirchen an. Die Führung durch die Fabrik dauerte 2 Stunden.

Die Zuckerfabrik trägt den Namen ihrer Gründer: Emil und Valentin Pfeifer und Eugen Langen. Die Brüder Pfeifer und Herr Langen gründeten die Zuckerfarbrik in Euskirchen 1879.

Wie wird Zucker hergestellt ?

Im September/Oktober sind die Rüben fast 1 Kilo schwer und man kann sie ernten. Die Rüben werden mit großen Maschinen geerntet und dann mit LKW`s  und Traktoren zur Fabrik gebracht. Jeder LKW hat  20-30 Tonnen Zuckerrüben. Täglich kommen ca. 10.000 Tonnen Rüben nach Euskirchen.

Die Zuckerrüben werden in der Fabrik mit viel Wasser gewaschen, um die Erde und den Dreck zu lösen. Das Schmutzwasser wird aufgefangen, gereinigt und wieder neu verwendet. Die Pflanzenreste werden als Tierfutter und auch teilweise als Düngemittel für Äcker/ Felder verwendet.

Die Zuckerrüben werden in Schnitzel geschnitten und ausgepresst, der Saft dann gefiltert. Zuerst haben wir Rohsaft (enthält 15% Zucker). Nach dem Filtern und Kochen haben wir nun den hellgelben Dünnsaft, der mit viel Dampf weiter konzentriert wird. Es entsteht der Dicksaft (70% Zucker), dem in der Kochstation immer weiter Wasser entzogen wird. Danach werden die Zuckerkristalle zugefügt bis der Zucker entsteht. Es dauert insgesamt 20 Stunden bis aus einer Zuckerrübe Zucker wird.

Zum Schluss der Verarbeitung wird der Zucker in Verpackungen gefüllt und um die Welt exportiert. Es gibt im Moment 32 verschiedene Sorten Zucker.

Am Ende der Führung gab es eine Überraschung für uns: Wir bekamen verschiedene Päckchen Feinzucker, Kandiszucker und Sirupzucker geschenkt. Wir werden den Zucker geniessen, z.B. in unserem Kaffee oder Tee oder beim Verzehr von Feingebäcken und Kuchen.

(Verfasser des Originaltexts: Aycan Henden, Hannah Feneberg, Uwe Wallasch,
Fotos von: Jürgen Ruhnau, Hannah Feneberg und Uwe Wallasch)